Des Werbetexters Spott-Spot: Jetzt wieder mit Kommentarfunktion
Freitag, 28. August 2009Neues aus dem Sommerloch
Ja, wenn es keine Themen gibt, macht man sie sich halt selbst.
Nachdem ich die Kommentarfunktion auf meinem Texter-Blog habe schließen lassen, weil >>… , ist sie hiermit wieder eröffnet. Denn ein Blog ohne Kommentare ist ungefähr so spannend wie das monotone Gebrabbel meines Lieblingsschnorrers in der an Schnorrern nicht armen Stadt, in der ich lebe. Weil der Mann durchaus umtriebig ist und sein Jagrevier täglich im Stundentakt abklappert, führen wir jetzt schon seit 2 Jahren täglich gefühlte 5 Mal das selbe Gespräch.
„Hasse mal nen Euro?“
–„Nö.“
Manchmal bauen wir kleine Varianten ein:
“Haste mal n bisschen Kleingeld für nen Döner und ne Cola?”
–„Nein.“
Nicht dass der Eindruck entsteht, der Texter sei geizig oder hartherzig. Im Gegenteil, er ist z.B. regelmäßiger fiftyfifty-Leser. Aber speziell dieser Mensch ist extrem unbemitleidenswert. Immer eine frische Filterkippe im Mund und stets sauber gekleidet wirkt er eher wie einer, der seinen Lifestyle gefunden hat, als wie jemand, dem’s wirklich schlecht geht. Außerdem lasse ich mich nicht gern von Unbekannten anschnorren, die dafür noch nicht mal die Fluppe aus dem Mund nehmen.
Aber egal. Irgendwann werde ich ihm 50 € geben und ein Foto von ihm knipsen: Das fassungslose Gesicht eines Mannes, dessen Weltbild gerade zusammenbricht. Plopp.
Neueröffnung ohne Altlasten
Leider sind mit der Schließung auch alle bisherigen Kommentare verschwunden, was bei mir zu einem vagen Gefühl von Unbehaustheit führt…
Hasse mal nen Kommentar?
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Tags: blog, Kommentare, Schnorrer, Texter


September 2nd, 2009 at 11:52
Es gibt auch harte Geschäftsleute unter den Schnorrern.
Folgender Dialog hat sich wirklich und wörtlich genau so abgespielt:
“Haste mal ‘n Euro?”
“Na, sagen wir 50 Cent.”
(gönnerhaft) “Ist zwar ‘n Kuhhandel – aber okay.”
Übrigens, bevor Missverständnisse aufkommen: Ich war der Anbieter, nicht der Empfänger.