Das Ende der Political Correctness
Samstag, 31. Oktober 2009Ein kleiner Brand-Satz vorweg:
„Nicht jeder anatolische Bauer, der zuhause seine Frau verprügelt, ist automatisch eine Bereicherung für die Kultur hierzulande.”
Obwohl inhaltlich nicht völlig falsch, wirkt so eine Aussage doch provokant. Darf man so etwas sagen? Kann eine Aussage wahr sein, obwohl sie rassistische Ressentiments bedient?
Bislang gab es solche Sätze in der deutschen Presse nicht zu lesen. Um das Thema Integrationslüge wurde stets ein großer Bogen gemacht, gerne auch unter kompletter Leugnung der offensichtlichen Realität. Das ändert sich gerade.
Multikulti satt.
Das gewaltfreie Nebeneinander von Köfte und Rostbratwurst auf einem Kreuzberger Straßenfest: Was sich wie ein kulinarischer Super-GAU anhört, hat auch gesellschaftlich nie funktioniert. Die Sozialutopie der Grünen, eine reine Akademiker-Veranstaltung von Leuten, die selbst nicht in Brennpunkten leben müssen, wurde schon in den 90ern von allen potentiellen Zielgruppen verspottet.
Übrigens völlig zu Recht. Wenn Politiker die Kontrolle über die Sprache verlieren, weil sie von ihrem Gutmenschentum (und vielleicht nicht nur davon) allzu berauscht sind, ist das für Alt- und Neu-Deutsche gleichermaßen albern:
Soweit so verlogen.
Sonne und Mond. Sternhagel und Indoktrination: Auch im unfassbar freien Westen hat man gelernt mit Lügen zu leben. – Und sich an ein Neusprech von Orwellschen Dimensionen gewöhnt, das jede grundsätzliche Kritik an Migranten und Dauerbeziehern von Transferleistungen im Keim erstickt.
Medien-Zirkus Sarrazin
Umso erstaunlicher die Wendung, die die öffentliche Diskussion seit Sarrazin genommen hat: Political Incorrectness hält Einzug in die Mainstream-Medien!
(Der “knorrige Sarrazin”, der für einen Politiker “zu ehrlich ist” im Stern >>, im SPIEGEL >>, in der WELT >>)
Glaubt noch jemand an die freie, unabhängige Presse?
Natürlich ist gegen eine unverkrampfte, realitätsnahe Diskussion nichts einzuwenden. Wir brauchen dringend den Dialog ohne ideologische Dogmen und Scheuklappen. Aber: Warum kommt er jetzt? Warum so plötzlich? Und: Warum so flächendeckend?
Die Presse in Deutschland ist weder frei noch unabhängig. Sie war es noch nie. Von den Zensoren der Alliierten bis zu den Lobbyisten und Werbekunden der Gegenwart: zuviel eigene Weltsicht, die nicht ins Konzept passt, wird unterdrückt oder abgestraft. Aussagen à la Sarrazin waren bislang absolute no gos.
Angesichts des aktuellen 180°-Schwenks muss man sch fragen: Wer lockert da im Hintergrund die Ketten? Da wird der Deckel von einem Topf gehoben, in dem mehr gärt als nur „unterdrückte Wahrheit”. Und das so konzertiert, als hätten alle nur auf ein Zeichen gewartet.
Noch vor einem Jahr wäre Sarrazin,
der sich zu seiner Politikerzeit vor allem durch rabiaten Sozialabbau und ein Faible für Golfplätze hervortat, nach seinen rassistischen und soziale Unruhe stiftenden Aussagen in die Bedeutungslosigkeit entsorgt worden. Heute erhält er ein bundesweites Podium und wird von vielen als unerschrockener „Wahrsager” gefeiert. Warum?
Teilen und herrschen.
Wenn sich die Bevölkerungsschichten gegenseitig bekämpfen, kommen diejenigen davon, die das Massaker angerichtet haben. Eine Taktik, die schon im alten Rom prima funktioniert hat.
Von der Top-Etage eines Bankenturms aus, sind wir alle „die da unten”.
Wer spielt hier wen gegeneinander aus? Wenn es hart auf hart kommt, gehören wir alle zu „denen da unten”, die für die Fehler von „denen da oben” zahlen müssen. Das tun wir natürlich längst – in einem Ausmaß, das den Philosophen Peter Sloterdijk sogar dazu veranlasst, zum „fiskalischen Bürgerkrieg” aufzurufen.
Eine offene Diskussion ist ja gut und richtig. Aber wie offen kann sie sein, wenn sie aus den falschen Gründen und von den falschen Leuten angeführt wird?
Wir sollten uns nicht vereinnahmen lassen. Und einem wie Sarrazin nicht zu vorschnell applaudieren. Denn letztlich geht es immer und ganz allein nur ums Cash und darum, wer profitiert.
Guckst Du schlaues Michael Moore-Interview auf wiwo.de >>
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Kommentar per Mail:
Claudia Roth ist ihr Geld wert. Unglaublich, aber sie treibt dieses bescheuerte ‘alle sind doch so lieb’ und ‘wir müssen die Welt retten bevor sie untergeht’- Gebrabbel ungeniert auf die Spitze.
Auch die ganze Political Correctness ist nur eine US Marotte. Wenn man überlegt, die bezeichnen z.T. kleine Leute, als “vertically challenged”, oder Blinde, als “different sighted”, oder Scheiße, als “Subprime” :)
Apropos Sarrazin, hätte F.J. Strauß, so er noch leben würde, solche Äußerungen gemacht, hätte er damit per se das Wahlergebnis der CSU verbessert und seine Position als Klarsprecher gefestigt.
Bin schon auf den neuen Film von M. Moore gespannt.
Tags: Krise, Multikulti, political correctness, Sarrazin


Oktober 31st, 2009 at 11:59
sehr gut der herr::::
Januar 30th, 2010 at 20:15
Mal ungeschützt ins Netz getippt: na klar sind wir alle “die da unten” – auch wenn´s dem Einwanderer auf Kosten der Kriegsverlierer hier recht bequem eingerichtet wird und die Allianz aus Politik und Medien jeglichen Widerstand der Eingeborenen im Keim erstickt. Der Einwanderer ist jedoch ein Mittel zum Zweck und als solcher hat er von vorübergehenden Annehmlichkeiten wie Wohlstand und Narrenfreiheit genauso wenig, wie der Einheimische, der sich eine Generation lang in materieller Überversorgung suhlen durfte.
Denn im Ergebnis haben wir eine explosive Mischung aus radikalisierten Unterschichtlern des Morgenlandes und den verblödeten Resten des an sich selbst zweifelnden Abendlandes. Es wurde durch Aufstachelung auf der einen- und Dämpfung auf der anderen Seite eine Egalität geschaffen, die für recht andauernde Unruhen sorgt – und niemand läßt sich besser beherrschen als zwei Streithähne. Dieses Rezept köchelt auf Kriesenherden der ganzen Welt und stillt den Machthunger der Antagonisten der Menschheit.
Denen zuwider müssten wir uns jetzt einfach die Hand reichen. Aber einem Land mit Geburtendefizit, chronischem Selbsthass und Auswandererboom reicht niemand die Hand wenn durch Sex und Abwarten die Assimilation erreicht werden kann.