Werbung darf nicht baden gehen.
Oder: Mit einem Satz in Sicherheit!

Es gibt zu viel Werbung, die ihre Ziele nicht erreicht, die Geld gekostet hat und trotzdem ein Schlag ins Wasser ist. Das ist kein Pech. Misserfolg hat Gründe und beginnt meist schon mit der Planung.

Heute buche ich mal einen guten Werbetexter!

Das hört man nur selten oder nie von einem Unternehmer. Eigentlich seltsam, denn mittelständische Werbung bedeutet fast immer Printwerbung: Anzeigen in Fachzeitschriften oder Tageszeitungen, Broschüren, Flyer, Folder, Mailings, Werbebriefe..., sprich: jede Menge Text. Wäre es da nicht logisch, von Anfang an einen guten Texter einzuschalten?

Oder doch lieber einen Webtexter?

Auch im Internet will man präsent sein: Da gibt es den Online-Shop oder zumindest eine digitale Visitenkarte, die klickbare Image- oder Produktbroschüre, deren Spritzigkeit man anmerkt, dass da ein Ingenieur oder Sachbearbeiter zum Texten abkommandiert wurde. („Bei uns macht das immer der Herr Werner.")

„Texte haben wir genug.”

Überhaupt scheinen Werbetexte immer das geringste Problem zu sein, denn da gibt es ja schon welche: Die Broschüre von vor ein paar Jahren, die Produktbeschreibungen der Zulieferer und den ein oder anderen Werbebrief, der etwas über diesen und jenen Vorteil erzählt, ohne damit besonders erfolgreich gewesen zu sein. („Kein gutes Thema: Da hat der Herr Werner immerhin drei Tage dran gesessen.")

Texte des Grauens.

Diese unglücklichen Textungeheuer müssen dann am Ende nur zu einem neuen Frankenstein zusammengebaut werden  und – fertig ist die Laube, bzw. die Fehlanzeige.

Vertrauen Sie mir: "Text-Recycling" funktioniert nie! Werbetexte wollen frisch gedacht werden. Und zwar jedesmal aufs Neue.

Ein Satz sagt mehr als 1000 Bilder.

In der Werbung gilt: Vor dem Layout kommt die Idee! Ein guter Gedanke, der sich in einem Satz formulieren lässt, und der alle Inhalte, die Ihre Werbung vermitteln soll, bereits in sich birgt. („Lucky Strike sonst nichts." ist z.B. ein solcher Gedanke.)

Bevor Sie einen Grafiker anrufen, sollten Sie Ihren Satz zumindest inhaltlich formulieren können. Da es aber nicht Ihre Aufgabe ist Sätze zu schmieden, sondern Ihr Unternehmen nach vorne zu bringen, brauchen Sie  – Sie ahnen es schon – einen Texter.

Ein guter Werbetexter macht nicht nur schöne Worte

sondern zuerst einmal seine Hausaufgaben. Hier die Punkte, die klar sein müssen, bevor die eigentliche kreative Arbeit beginnen kann. Verwenden Sie sie gerne als Checkliste um zu prüfen, ob Sie mit Ihrer jetzigen Werbung auf dem richtigen Kurs sind: 

Benefit: Was hat Ihre Zielgruppe davon, wenn sie Ihr Produkt kauft (statt das der Konkurrenz)?

Reason Why: Warum können die Leute Ihnen das glauben?

Insights: Wie tickt Ihre Zielgruppe? Was findet sie gut? Wo hält sie sich bevorzugt auf? Was bewegt sie?

Mediaauswahl: Wo treffen Sie Ihre Zielgruppe am ehesten? Ergänzen sich Offline- und Online-Werbung? Schaffen sie Synergien?

Tonality: Wie sagen Sie es Ihrer Zielgruppe so, dass die auch zuhört? 

Wenn Sie sich diese Fragen selbst beantworten können, sind Sie theoretisch auch in der Lage, Ihre Werbung komplett in Eigenleistung zu handeln.

Das Problem bleibt natürlich der Herr Werner.

Andererseits lernen Sie ja gerade einen erfahrenen Texter kennen .